Nationaler Aktionsplan Ernährung NAP.e
Die gesunde Wahl leicht gemacht
Vor zwei Wochen stellte Gesundheitsminister Alois Stöger den Entwurf des „Nationalen Aktionsplanes Ernährung“ (NAP.e) vor. Gemeinsam mit der AGES (Agentur für Ernährungssicherheit) erarbeitete das Bundesministerium für Gesundheit diesen Plan. Dieser hat das Ziel, die steigende Anzahl der übergewichtigen Personen und die Zunahme von ernährungsbedingten Erkrankungen zu stoppen. Er berücksichtigt bereits Anregungen von vielen ExpertInnen aus den Bereichen Ernährung, Medizin und Public Health.
In den kommenden Monaten werden noch weitere Meinungen eingeholt, der ausgearbeitete Plan soll bis Ende des Jahres vorliegen. Die Entwicklung praxisorientierter Maßnahmen soll dabei helfen, Über-, Fehl- und Mangelernährung vorzubeugen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei der Konsumentenfreundlichkeit zuteil. Dadurch will das Gesundheitsministerium den ÖsterreicherInnen den Schritt zu einer gesunden Ernährung erleichtern.
Mögliche Vorschläge zur Verbesserung der derzeitigen Ernährungssituation
• besser zugängliche Ernährungsinformationen
• leicht verständliche Gütezeichen (z.B. für Spitäler oder Schulkantinen)
• lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen
• verbessertes Lebensmittelangebot (z.B. Reduktion von Zucker- und Salzzusatz)
Die Informationen zum aktuellen Ernährungsstatus, die die Basis für die empfohlenen Maßnahmen bilden, liefert der Österreichische Ernährungsbericht 2008. Dieser zeigt unter anderem, dass bereits 42% der Erwachsenen und fast 20% der Kinder und Jugendlichen in Österreich übergewichtig sind.
Neben Übergewicht ist auch Fehlernährung ein zentrales Thema im Aktionsplan. So sollen die Fett-, Zucker- und Salzzufuhr reduziert werden, während mehr komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe und Mikronährstoffe aufgenommen werden sollen.
Der NAP.e soll dabei helfen, die Vielzahl der Ernährungsempfehlungen in den Alltag zu integrieren und so zu mehr Wohlbefinden in der österreichischen Bevölkerung beitragen. Wir dürfen auf den endgültigen Plan gespannt sein…
Autor: Kvarda Karin (Studentin der Ernährungswissenschaft)


