Ernährungsumstellung mit Begleitung? 
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10in2 von Bernhard Ludwig

10in2 von Bernhard Ludwig ist in aller Munde. Aber was genau steckt hinter dem Ernährungskonzept? Was sind die Vor- und Nachteile der Methode?

Auf der 10in2 Homepage liest man: "Essen, was man will. Jeden zweiten Tag. Das ist 10in2". Klingt simpel, klingt verlockend zum Ausprobieren.

Die Idee ist nicht neu
Wissenschaftlich spricht man von "intermittierendem oder alternierendem Fasten". Fastenperioden wechseln sich hier mit normalen Essenstagen ab. Wobei an den Essenstagen eben normal gegessen werden sollte. Man soll sich an diesen Tagen nicht überessen, sondern essen, bis man angenehm satt ist. Auch darf man nicht fälschlicherweise 24 Stunden lang essen, nur weil der Tag 24 Stunden hat. Idealerweise isst man 12 Stunden und hat eine Fastenpause von 36 Stunden.

Was sagt die Wissenschaft
Tierversuche konnten aufzeigen, dass solche Ernährungsmodelle bei Tieren eine lebensverlängernde Wirkung haben. Mittlerweile hat auch die Wissenschaft Interesse an diesem Ernährungssystem gefunden und forscht über die positiven Auswirkungen von alternierendem Fasten auf den Menschen. Eine Studienzusammenfassung finden Sie auf der Webseite von 10in2.

Die Vorteile
  • Der Humor von Bernhard Ludwig motiviert.
  • Vielen Menschen fällt es leichter, nichts zu essen, als wenig zu essen.
  • Bei 10in2 gibt es keine komplizierten Diätpläne, man muss weder etwas abwiegen, noch muss man Kalorien zählen.
  • Man muss sich auch nicht den Kopf über andere Nährwertangaben zerbrechen (Fett, Kohlenhydrate, ...).
  • Es gibt keine Verbote, Schnitzel und Co. sind erlaubt.
  • Auch darf man an den Essenstagen auswärts essen gehen, Einladungen wahrnehmen, usw. Alles aber eben mit Maß und Ziel und nur an jedem zweiten Tag. Da wären wir schon bei den Gefahren.
Unsere Bedenken
  • Leider können die wenigsten Menschen mit Gewichtsproblemen "normal" essen. Was ist normal? Welche Portionsgröße ist gut für mich? Wie viele Mahlzeiten sind gut für mich? Das haben viele Menschen schon verlernt. Es liegt also nahe, dass es einigen Menschen schwer fallen könnte, an den Essenstagen "normal" zu essen. Und somit schafft nicht jeder Mensch problemlos die Umstellung auf 10in2 ohne Veränderung seines Essverhaltens.
  • Fakt ist, wer einen Tag nichts isst und einen Tag "normal" isst, so wie früher eben, wird abnehmen. Das ist eine einfache Rechnung. Wir nehmen so wie bei einer FdH Diät ("Friss die Hälfte") ja nur mehr die halbe Menge an Kalorien zu uns. Was passiert aber, wenn wir das nicht tun oder einfach nicht schaffen?
  • 10in2 kann bei sensiblen Personen das Essverhalten negativ beeinflussen: Nach einem Tag des Fastens kann sich großes Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln aufstauen. Wenn der Appetit oder der Hunger so groß ist, kann es schwer fallen normal zu essen. Vor allem im Wissen, dass morgen wieder der Fastentag am Programm steht. Das Konzept sieht natürlich nicht vor, dass einen Tag hemmungslos gegessen wird. Es gibt sicher Menschen die nicht so reagieren. Aber einige Menschen, vor allem Menschen die schon viele Diäten probiert haben, können in dieses Essensmuster abrutschen und so zwischen hemmungslosen Esstagen und frustrierten Fastentagen in einen nicht wünschenswerten Kreislauf geraten.
  • Dauerhaftigkeit: Wer möchte ein Leben lang nur jeden zweiten Tag essen? Im Urlaub nur jeden zweiten Tag essen? Bei den Weihnachtsfeiertagen nur jeden zweiten Tag essen? Spätestens in solchen Situationen könnten die straffen Ernährungsregeln aufgeweicht werden. Aus einer Ausnahme werden immer mehr und dann wird doch wieder jeden Tag gegessen. Jetzt hat sich an den Essenstagen aber am Essverhalten im besten Fall nichts verändert, im schlechtesten Fall isst man an diesen Tagen unkontrolliert. Und das hat dann vermutlich keine positiven Auswirkungen auf das Körpergewicht und das Wohlbefinden.
Persönliches Fazit
10in2 ist für uns kein Dauerkonzept und vor allem keine Ernährungsumstellung. Es ist viel mehr eine "Krücke", um vermeintlich ohne mitzudenken, schnell abzunehmen. Es mag sein, dass ein dauerhaftes Umstellen der Ernährung anfangs mühsamer ist, auch organisatorisch aufwendiger. Aber aus unserer Sicht ist es langfristig der zielführendere Weg.


Disclaimer: die Informationen auf dieser Webseite enthalten persönliche Meinungen von Mitarbeitern des Ernährungsinstitut Pabst und resize. Diese Meinungen basieren auf persönlichen Erfahrungen sowie auf Gesprächen in der Klientenbetreuung. Da Meinungen auch von individuellen Einstellungen geprägt sind, kann es vorkommen, dass die hier dargestellten Aussagen jenen anderer Personen widersprechen. Wir möchten niemandem zu nahe treten, der durch die hier erwähnte Ernährungsform seinen Weg gefunden hat. Wir möchten vielmehr aufzeigen, dass eine Ernährungsform nicht für alle Menschen passen muss und möchten bei der Entscheidung unterstützen, ob die erwähnte Ernährungsform ausprobiert werden möchte.

10WBC Programm by Detlef D! Soost

Das 10 weeks body change Programm von Detlef D! Soost (10WBC) – macht es wirklich sexy?

„I make you sexy!“ lautet der Werbeslogan von Detlef D! Soost, der selbst als Testimonial seines Diätprogramms parat steht. Das 10WBC Programm ist eine Form der Low-Carb-Diät, erinnert etwas an Tim Ferris und wird mit einem Sportprogramm für Zuhause kombiniert.

Knapp 80 Euro kostet das Diätprogramm von 10WBC. Im Vergleich zu anderen Methoden nicht viel – die Frage ist nur was bekommt man dafür geboten?
  • Zu Beginn erhält der Abnehmwillige drei PDF-Dateien zugeschickt, in denen Rezepte und Erklärungen stehen.
  • Wöchentlich gibt es zwei Sportvideos sowie ein Kochvideo.
  • Zugang zu einem Forum/Communitiy/Facebookgruppe zum Austausch mit anderen Mitgliedern.
  • Zugang zu einem Online-Erfolgstool, wo der Erfolg in Zahlen festgehalten werden kann.
  • Was darf gegessen werden?
  • Die Lebensmittelauswahl orientiert sich an den Aspekten von Low-Carb-Diäten. Kohlenhydrate sind verboten, proteinreich essen ist der Weg zum Erfolg.
  • Die ersten 2 Wochen des Programms soll man sich auf die Ernährungsumstellung fokusieren, danach kommt das Sportprogramm dazu.
Von diesen Lebensmitteln kann man essen so viel man möchte:
Fisch, Fleisch, Wurst, Eier, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Öle, Butter, zuckerfreie Getränke (Wasser, Tee, Kaffee)

Diese Lebensmittel verhindern den Abnehmerfolg:
Obst, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Brot, Müsli, Milchprodukte, Zucker, zuckerhaltige Getränke, Weißwein, Bier, süßstoffgesüßte Getränke Turbos für die Fettverbrennung: Grüner Tee, Ingwer, Avocado, Zitrone, Meerrettich, Senf, Chili, Zimt, Koffein, Eigelb

1 Loadtag pro Woche:
An diesem Tag darf man essen was man möchte. Man darf Essen gehen und soll Lebensmittel genießen, die man vermisst hat.
Zusätzlich erlaubte Lebensmittel: trockener Rotwein, Gewürze, Essig, Senf, etwas Parmesan, 1 EL Mandelmus pro Tag, Proteinriegel
An Trainingstagen erlaubt: je eine Obst- sowie eine Milchproduktportion.

Zusätzliche Regeln
Das Frühstück sollte innerhalb von 30 Minuten nach dem Aufstehen gegessen werden. Ausreichend Schlaf fördert das Abnehmen (mindestens sieben Stunden Schlaf pro Tag). Wasser trinken nicht vergessen. Positive Aspekte
Die Rezepte sind einfach und schnell gemacht. Sie bestehen aus unverarbeiteten Grundprodukten was immer zu begrüßen ist. Gemüse ist bei jedem Rezept dabei, Hülsenfrüchte sollen täglich anstelle von Kohlenhydraten am Speiseplan stehen. Der Load-Tag ist eine gute Sache, weil generelle Verbote nie zu begrüßen sind und so das Durchhalten des Programms erleichtert wird. Hervorzuheben ist der Gedanke, sich in der Community austauschen zu können. Gerade Übergewichtige die sich in ihrem Bekanntenkreis nicht immer verstanden fühlen, können hier ihre Fragen und Sorgen loswerden. Positiv ist natürlich auch die Motivation zu Sport. Die kurzen Sportvideos sind ganz einfach zuhause durchführbar. Unsere Bedenken
  • Zu viele verbotene Lebesnmittel: Obst, Vollkornbrot und Haferflocken sowie fettarme Milchprodukte sind für uns Lebensmittel, die schon zu Beginn einer Ernährungsumstellung angedacht werden sollten. Es ist in unseren Augen wichtig, den Umgang mit diesen Lebensmitteln zu üben. Denn die wenigsten wollen ein Leben lang darauf verzichten.
  • Wem nicht alle erlaubten Lebensmittel schmecken (zb Fisch und Hülsenfrüchte), läuft Gefahr von den anderen Eiweißquellen zu viel zu essen (zb Fleisch und Eier).
  • Es gibt keine Portionsvorgaben: dadurch dass Männer und Frauen unterschiedliche Bedürfnisse haben ist das auch nicht pauschal möglich, allerdings wünschen sich manche Menschen eine Orientierungshilfe, was eine angemessene Portionsgröße ist.
  • Calcium: die in einem von uns bespielhaft berechneten Speiseplan zugeführten Calciummengen betragen mit etwa 250mg/Tag nur etwa ein Viertel der empfohlenen Tagesmenge (1000mg/Tag). Ohne Milchprodukte und ohne adäquate Alternativen ist eine ausreichende Calciumzufuhr nur schwer zu erreichen.
  • Cholesterin: die in einem von uns beispielhaft berechneten Speisenplan enthaltenen Cholesterinmengen überschreiten die empfohlene Tagesmenge um das 2-3-fache. Der Konsum an Eiern ist allerdings auch unverhältnismäßig hoch. Als Frühstücksvariante bleibt praktisch nichts anderes übrig, womit pro Woche bereits 14 Eier allein beim Frühstück verzehrt werden. Zusätzlich kommt Nahrungscholesterin aus Fleisch und Fleischprodukten.
  • Fettkonsum: da Öl und fettreiche Lebensmittel (Fleisch) ohne große Einschränkung genossen werden können, trainiert man sich hier möglicherweise ein Verhalten an, das später beim Gewichthalten nicht unbedingt förderlich ist, sobald wieder (mäßig) Kohlenhydrate gegessen werden.
  • Der Loadtag: kann bei sensiblen Personen anders als gewünscht ablaufen. Wer mit Süßigkeiten, Fastfood und Co. nicht umgehen kann, könnte auch am Loadtag damit seine Probleme haben und möglicherweise im Anschluss nicht so leicht ins strenge Programm zurückfinden.

Persönliches Fazit
Radikale Einschnitte in den Alltag sind manchmal motivationsfördernd um mit einer Ernährungsumstellung zu beginnen. Starke Veränderungen im Alltag versprechen rein mental auch starke Veränderungen am Gewicht. Das Programm sollte aber nach 10 Wochen nicht vorbei sein. Je nachdem wieviel in diesen 10 Wochen verändert werden konnte und ob das Zielgewicht erreicht werden konnte, muss überlegt werden, ob und wie streng das Programm fortgeführt werden soll. Nach 10 Wochen wieder zur ursprünglichen Ernährung zurückzukehren kann nicht der richtige Weg sein – auf das weist Detlef Soost aber auch deutlich hin.


Disclaimer: die Informationen auf dieser Webseite enthalten persönliche Meinungen von Mitarbeitern des Ernährungsinstitut Pabst und resize. Diese Meinungen basieren auf persönlichen Erfahrungen sowie auf Gesprächen in der Klientenbetreuung. Da Meinungen auch von individuellen Einstellungen geprägt sind, kann es vorkommen, dass die hier dargestellten Aussagen jenen anderer Personen widersprechen. Wir möchten niemandem zu nahe treten, der durch die hier erwähnte Ernährungsform seinen Weg gefunden hat. Wir möchten vielmehr aufzeigen, dass eine Ernährungsform nicht für alle Menschen passen muss und möchten bei der Entscheidung unterstützen, ob die erwähnte Ernährungsform ausprobiert werden möchte.
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