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Präbiotika

Wo anfangs immer mehr probiotische Produkte in den Supermarktregalen auftauchten, sind es später auch präbiotische und symbiotische Artikel geworden. Ist das dasselbe? Aufgrund des ähnlichen Namens sind viele Konsumenten erst einmal verwirrt.

Die Darmflora will ernährt werden!
Präbiotika sind Substanzen in Lebensmitteln, die nicht verdaut werden und in den Dickdarm gelangen. Dort sind sie dann Nahrung für die Bakterien der Darmflora und die sorgen für einen gesunden Darm. Oft sind in ein und demselben Lebensmittel sowohl Pro- als auch Präbiotika enthalten, was ja auch sinnvoll ist. In diesem Fall wird dann von Symbiotika gesprochen.

Zu den Präbiotika zählen lösliche Ballaststoffe wie Inulin (nicht: Insulin, das ist ein Hormon) und Fructo-Oligo-Saccharide.

Was bewirken sie?
Präbiotika sind besonders in Topinambur, Chicoree, Artischocken, Zwiebel, Knoblauch und Spargel enthalten. Sie werden aber auch aus der Zicchorienwurzel isoliert und können dann verschiedenen Lebensmitteln zugesetzt werden. Präbiotika sind meist lösliche Ballaststoffe, die dann von Laktobazillen und Bifidobakterien im Darm abgebaut werden. Dabei entstehen Säuren und Gase, was den Stuhl auflockert und bei Verstopfung positiv wirken kann.

Viel ist nicht immer gut!
Da Inulin und Fructo-Oligo-Saccharide auch als Fett- und Zuckerersatzstoffe verwendet werden (meistens um dünnflüssige Light-Produkte cremiger zu machen) werden sie vor allem aus diesem Grund Joghurts zugesetzt. Bei übermäßigem Konsum können sie auch Durchfälle und Blähungen verursachen.

Sauerkraut und Joghurt haben etwas gemeinsam!
Auch Sauerkraut wird milchsauer konserviert. Dabei werden auch die, für manche Personen als unangenehm empfundenen, Nebenwirkungen nach Kohlgenuss verhindert, da blähende Substanzen im Weißkohl abgebaut werden. Milchsäurebakterien sind allerdings nur in frischem Sauerkraut enthalten! Und das auch nur, wenn es nicht in erhitzter Form genossen wird und wenn es nicht hitzekonserviert wurde. Um etwas für die Darmflora zu tun, sollte man das Kraut also roh genießen. (Schmeckt besonders mit etwas Kürbiskernöl. Da braucht man sich auch keine Gedanken wegen der Kalorien machen! 100 Gramm Sauerkraut enthalten lediglich 17 kcal, und dazu viele Ballaststoffe!)