Ernährungsumstellung mit Begleitung? 
Zum kostenlosen Erstgespräch

Transfette

Am 1. September 2009 ist in Österreich eine eigene Verordnung in Kraft getreten, die eine Begrenzung für den Gehalt an künstlichen Transfetten in unseren Lebensmitteln festlegt. Damit ist Österreich das dritte europäische Land, das eine solche Verordnung erlassen hat.

Wie entstehen Transfette und wo kommen sie vor?
In der Lebensmitteltechnologie können Transfette durch Fetthärtung entstehen. Dieses Verfahren wird v.a. zur Herstellung von Margarine verwendet. In den letzten Jahren hat sich die Herstellung allerdings soweit verbessert, dass der Gehalt an Transfetten in Margarine nur noch 1-2 % des Gesamtfettes beträgt. Außerdem können Transfette durch Erhitzen von Fetten und Ölen entstehen, wie es z.B. beim Braten oder Frittieren der Fall ist. Daher ist der Gehalt in Backwaren (v.a. Plundergebäck und Krapfen), Fast Food, Snacks und Knabbereien recht hoch.
Transfette kommen aber auch in der Natur vor. Sie entstehen im Stoffwechsel von Wiederkäuern, daher sind in Milch und in Rindfleisch ca. 3-5 % Trans-Fettsäuren vorhanden. Aber keine Angst, diese haben nicht die selben negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit wie künstliche Transfette.

Wie hoch sind die Grenzwerte?
Die gesetzlich festgelegte Begrenzung liegt bei 2 g Transfett pro 100 g Gesamtfett im Lebensmittel. 2 % des Fettanteils eines Lebensmittels dürfen die Transfette also ausmachen.
Eine Ausnahme stellen Lebensmittel mit einem Fettanteil unter 20% dar, darin darf der Anteil an Transfette 4 % des Gesamtfettes sein.
Wichtig: Diese Grenzwerte gelten nur für den Gehalt an künstlichen Transfetten. Sie betreffen keine Lebensmittel, in denen Transfette natürlich vorkommen wie z.B. Milch oder Milchprodukte.

Welche Wirkung haben Transfette im Körper, und wie viel darf man aufnehmen?
Ein Erwachsener sollte täglich nicht mehr als 2,5 g Transfette zu sich nehmen. Mit einer Topfengolatsche kann dieser kritische Wert bereits überschritten werden. Besonders erschreckend waren die Testwerte für Mikrowellenpopcorn (Test der Arbeiterkammer 2007)
Zuviele Transfette lassen das LDL-Cholesterin („schlechtes“ Cholesterin) im Blut ansteigen, während sie das HDL-Cholesterin („gutes“ Cholesterin) senken. Damit kann eine zu hohe Zufuhr das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Fazit
Um eine zu hohe Zufuhr an Transfetten zu vermeiden, sollten Sie die Aufnahme von frittierten Lebensmitteln, Plundergebäck und Knabbereien reduzieren und bei verpackten Lebensmitteln einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Gehärtete Fette und Öle müssen ausgewiesen werden, meist geschieht das mit Bemerkungen wie „pflanzliches Fett, z. T. gehärtet“.

Autor: Karin Kvarda (Studentin der Ernährungswissenschaften)